© Right Livelihood
Nobelpreise: Doppelte Ehrung
Das südliche Afrika stand 2026 nicht nur durch die Vergabe des Friedensnobelpreises Navanethem 'Navi' Pillay, Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, im Licht der Weltöffentlichkeit: Auch der „Alternative Nobelpreis“ ging an engagierte Frauen.
Der diesjährige Right Livelihood Award, der auch als alternativer Nobelpreis bekannt ist, ging an vier Frauen und von Frauen geführte Organisationen, die sich den Machtstrukturen unserer Zeit entgegenstellen: autoritärer Herrschaft, patriarchaler Gewalt und einer unkontrollierten Entwicklung der KI.
Ole von Uexküll, Geschäftsführer von Right Livelihood, sagte dazu: „Systeme, die dafür gemacht sind, nur wenigen zu dienen, haben keine Zukunft. Dieses Jahr ehren wir Frauen, die nicht auf die Erlaubnis warten zu handeln. Sie schreiben die Regeln neu, von denen Autokraten, Patriarchen und die mächtigsten Männer des Silicon Valley dachten, sie allein bestimmen zu können.“
Im südlichen Afrika wurde dabei die Rural Women’s Assembly ausgezeichnet, weil sie – so die Begründung – „als geeinte Bewegung von Kleinbäuerinnen Land und Saatgut gegen die Enteignung durch internationale Konzerne und körperliche Selbstbestimmung gegen patriarchale Strukturen verteidigt.“
The Rural Women’s Assembly vereint als selbstorganisierte, grenzübergreifende Bewegung mehr als 178.000 Kleinbäuerinnen in elf Ländern des südlichen Afrikas. Die Organisation setzt dabei auf eine flache, ehrenamtlich getragene Organisationsform. Auf diese Weise ist eine der größten unabhängigen Plattformen für Landfrauen in der Region entstanden, bekannt als „Guardians of Land, Life, Seed and Love“.
Durch feministische Agrarökologie sowie Ernährungs- und Saatgutsouveränität widersetzt sich RWA der Kontrolle regionaler Ernährungssysteme durch internationale Konzerne und stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen der Klimakatastrophe. Die Bewegung hat 24 Saatgutbetriebe aufgebaut und hunderte einheimische Saatgutsorten katalogisiert, um traditionelle Saatgutsysteme vor Kommerzialisierung zu schützen.
Durch vielfältige Unterstützungsstrukturen hat RWA Frauen, denen Landbesitz lange verwehrt blieb, zu einer geeinten politischen Stimme zusammengeführt. Diese hat unter anderem 2016 in Sambia zu einem Gesetz beigetragen, das die gleichberechtigte Landvergabe an Frauen vorsieht, sowie 2018 zum wegweisenden Gesetz gegen sexualisierte und häusliche Gewalt in Eswatini.
Mercia Andrews, Regionalkoordinatorin der Rural Women’s Assembly, sagte zu dem Preis: „Eine einzelne Stimme kann keinen Berg versetzen; es ist die beharrliche, vereinte Kraft tausender Frauen im ländlichen Raum, die sich zusammenschließen und etwas, das als unverrückbar galt, ins Wanken bringt. Möge diese Anerkennung dazu beitragen, dass die Kämpfe der Frauen in unserer Region zur Blaupause werden – für die Gerechtigkeit, die die Welt der Erde und denen, sie bewirtschaften und bewahren, schuldet.“
INFORMATIONEN
https://rightlivelihood.org
Der diesjährige Right Livelihood Award, der auch als alternativer Nobelpreis bekannt ist, ging an vier Frauen und von Frauen geführte Organisationen, die sich den Machtstrukturen unserer Zeit entgegenstellen: autoritärer Herrschaft, patriarchaler Gewalt und einer unkontrollierten Entwicklung der KI.
Ole von Uexküll, Geschäftsführer von Right Livelihood, sagte dazu: „Systeme, die dafür gemacht sind, nur wenigen zu dienen, haben keine Zukunft. Dieses Jahr ehren wir Frauen, die nicht auf die Erlaubnis warten zu handeln. Sie schreiben die Regeln neu, von denen Autokraten, Patriarchen und die mächtigsten Männer des Silicon Valley dachten, sie allein bestimmen zu können.“
Im südlichen Afrika wurde dabei die Rural Women’s Assembly ausgezeichnet, weil sie – so die Begründung – „als geeinte Bewegung von Kleinbäuerinnen Land und Saatgut gegen die Enteignung durch internationale Konzerne und körperliche Selbstbestimmung gegen patriarchale Strukturen verteidigt.“
Bewegung der Landfrauen
The Rural Women’s Assembly vereint als selbstorganisierte, grenzübergreifende Bewegung mehr als 178.000 Kleinbäuerinnen in elf Ländern des südlichen Afrikas. Die Organisation setzt dabei auf eine flache, ehrenamtlich getragene Organisationsform. Auf diese Weise ist eine der größten unabhängigen Plattformen für Landfrauen in der Region entstanden, bekannt als „Guardians of Land, Life, Seed and Love“.
Durch feministische Agrarökologie sowie Ernährungs- und Saatgutsouveränität widersetzt sich RWA der Kontrolle regionaler Ernährungssysteme durch internationale Konzerne und stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen der Klimakatastrophe. Die Bewegung hat 24 Saatgutbetriebe aufgebaut und hunderte einheimische Saatgutsorten katalogisiert, um traditionelle Saatgutsysteme vor Kommerzialisierung zu schützen.
Geeinte Stimme
Durch vielfältige Unterstützungsstrukturen hat RWA Frauen, denen Landbesitz lange verwehrt blieb, zu einer geeinten politischen Stimme zusammengeführt. Diese hat unter anderem 2016 in Sambia zu einem Gesetz beigetragen, das die gleichberechtigte Landvergabe an Frauen vorsieht, sowie 2018 zum wegweisenden Gesetz gegen sexualisierte und häusliche Gewalt in Eswatini.
Mercia Andrews, Regionalkoordinatorin der Rural Women’s Assembly, sagte zu dem Preis: „Eine einzelne Stimme kann keinen Berg versetzen; es ist die beharrliche, vereinte Kraft tausender Frauen im ländlichen Raum, die sich zusammenschließen und etwas, das als unverrückbar galt, ins Wanken bringt. Möge diese Anerkennung dazu beitragen, dass die Kämpfe der Frauen in unserer Region zur Blaupause werden – für die Gerechtigkeit, die die Welt der Erde und denen, sie bewirtschaften und bewahren, schuldet.“
INFORMATIONEN
https://rightlivelihood.org
© Text: Right Livelihood










