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 © Doris Schmitt
© Doris Schmitt

Leserbericht: Safari in Tansania



SÜD-AFRIKA Leserin Doris Schmitt aus Landau war im Februar 2024 auf Safari-Reise in Tansania unterwegs. In ihrem Reisebericht erzählt sie von den Highlights.

Bei unserer Ankunft am Kilimanjaro-Airport in Arusha waren wir sehr erstaunt, wie grün sich Afrika auch präsentieren kann. Die kleine Regenzeit hatte anscheinend etwas früher eingesetzt als sonst und Tansania präsentierte sich in den schönsten Farben.
In allen vorangegangenen Reisen im südlichen Afrika waren wir immer in der Trockenzeit unterwegs und hatten nur vertrocknete Landschaften gesehen. Der ostafrikanische Grabenbruch zieht sich von Norden nach Süden durch das Land. In den Tälern findet man Obst- und Gemüsegärten, soweit das Auge reicht. Tansania kann sich komplett selbst versorgen und produziert auch für den Export.

Bushwalk in Arusha


Unsere Rundreise begann im Arusha-Nationalpark mit einem gemütlichen Bushwalk, der unseren Stress in der Heimat gleich vergessen ließ. Ein bewaffneter Guide begleitete uns und gab uns die Sicherheit für eventuelle brenzlige Situationen. Es dauerte nicht lange, bis ein riesiger Giraffenbulle unseren Weg kreuzte. Gemächlich schlenderte er an uns vorbei. Wir konnten nur fasziniert zusehen, wie nah er uns herankommen ließ.
Eine Herde Büffel ruhte sich an einem kleinen Bachlauf aus – nur das Wasser trennte uns voneinander. Unterwegs kamen wir an einer Hinweistafel vorbei, die König Charles und seine Frau Camilla zeigte. Auch sie gingen schon auf denselben Pfaden wie wir. Bei uns blieb heute alles ruhig. Glücklicherweise musste kein Gewehr zum Einsatz kommen.

Tierwelt im Ngorongoro-Krater


Keine Reise nach Tansania, ohne den weltberühmten Ngorongoro-Krater und die Serengeti besucht zu haben. So machten wir uns auf nach Karatu, der heimlichen Safari-Hauptstadt Tansanias. Von dort aus durften wir zu einem fünfstündigen Besuch in den Krater aufbrechen. Wir waren sehr früh unterwegs und hatten das Glück, den kompletten Krater von der Aussichtsplattform überblicken zu können. Keine Wolke versperrte die Sicht zur 600 Meter tiefer gelegenen Caldera. Die kleinen Pünktchen konnten wir durchs Fernglas tatsächlich als Elefanten identifizieren.
Was für eine Vorfreude! Und wir wurden reichlich belohnt. Obwohl das Gras schon ziemlich hoch stand, durften wir unsagbar viele Tiere beobachten. Elefanten, knietief im Gras, pflückten genüsslich die frischen Halme. Thomson- und Grant-Gazellen genossen das saftige Grün. Herden von Zebras und Gnus waren unterwegs. Löwen dösten im Gras, sichtlich satt, sodass keine Gefahr in Verzug für eventuelle Beutetiere war. Nilpferde vergnügten sich im See. Und selbst ein Nashorn ließ sich in der Ferne blicken.

Besuch in der Kinderstube


Wir hatten uns bewusst entschieden, die Reise im Februar zu machen, weil wir darauf hofften, viele Tierbabys zu sehen. Wir wurden nicht enttäuscht: Gnus und Zebras in der südlichen Serengeti hatten ihre Jungtiere bei sich. Es ist wunderschön zu sehen, wie behutsam die Muttertiere mit ihren Babys umgehen. Die Kälber benötigen den Schutz der ganzen Herde. Immer wieder werden die Kleinen in die Mitte genommen, um den Raubtieren keine Angriffsfläche zu bieten.
Wir waren auch Zeugen der großen Migration. Unfassbar, wenn bis zum Horizont tausende von Tieren zu sehen sind. Minutenlang im Safarifahrzeug zuzusehen, wie riesige Herden vorbeiziehen. Mit den Gnus und Zebras kommen auch die kleinen Bewohner wie Schwärme von Abdim-Störchen oder Lappenstare, die die Fellpflege übernehmen.

 © Doris Schmitt
© Doris Schmitt
Baum als Löwen-Restplatz

Löwen in den Bäumen


Wo sich große Herden aufhalten, sind natürlich auch Raubtiere zu finden. Der Lake Manyara-Nationalpark war einmal berühmt für seine Löwen, die auf Bäume klettern. Das ist vorbei. Dort wurden schon lange keine Löwen mehr auf den Bäumen gesichtet. Aber dennoch durften wir dieses seltene Ereignis genießen. In der südlichen Serengeti, im Ndutu-Gebiet, fanden wir mehrere Löwen, die es sich in den Akazien gemütlich gemacht hatten. Selbst ein männlicher Löwe schaffte es auf den Baum und genoss die Aussicht. Man kann sich gar nicht loseisen von diesem Anblick, Auge in Auge mit dem König der Savanne.
Bei unserem absoluten, wenn auch grausamen Safari-Highlight dieser wunderschönen Reise war zu beobachten, wie ein Baby-Gnu ganz allein und verloren auf der weiten Ebene der Serengeti umherirrte und seine Mutter nicht mehr fand. Die Herde war sehr weit weg – zu weit für das Kalb, um gehört zu werden. Total verängstigt, suchte es Schutz bei den Safarifahrzeugen. Doch wir konnten natürlich nicht helfen.

 © Doris Schmitt
© Doris Schmitt
Zeugen eines Kills.

Streit um die Beute


In einem nahen Gebüsch schlief ein sichtlich sattgefressenes Rudel Löwen. Doch diese leichte Nachspeise konnte sich eine ältere Löwin nicht entgehen lassen. Wir wurden also Zeugen eines „Kills“, der so schnell vorbei war, dass man gar keine Zeit zum Nachdenken hatte. Das Gnu war schon zu schwach und leichte Beute für die Löwendame. Die Beobachtung war grausam und faszinierend zugleich. Nachdem die Löwin das Kalb erstickt hatte, schleppte sie es ins Gebüsch, wo sie ihre Beute vor einem jungen männlichen Löwen verteidigen musste.
Er schlich sich von hinten an und wollte ihr das Kalb entreißen. Doch die Löwin ließ nicht los. Auf der einen Seite der junge Löwe mit den Vorderläufen des Gnus im Maul, auf der anderen Seite die Löwin, die sich im Hinterteil verbissen hatte. Eine halbe Stunde beobachteten wir diese Szene. Wir wissen nicht, wie es ausgegangen ist. Die beiden waren sehr hartnäckig! Und wir verließen die Szene mit einer neuen Erfahrung. Nie mehr werden wir dieses Erlebnis vergessen.

Geier und Hyänen


Im Kreislauf des Lebens fehlen auch nicht die Geier und Hyänen, die bekannt sind als Müllabfuhr der Natur. Sobald die Löwen satt sind, machen sich die Geier an die Reste der Beute, um dann die Knochen für die Hyänen übrigzulassen. Jeder wird satt, und so haben wir unter anderem Ohrengeier, Palmgeier, Wollkopfgeier, Kappengeier und Weißrückengeier gesehen, sowie Tüpfelhyänen, Schabracken- und Goldschakale, die sich über die Reste hermachten.
Eine besondere, weil äußerst selten zu beobachtende Spezies zeigte uns an einem frühen Safarimorgen im Gras. Zwei verschmuste Löffelhunde spielten ausgelassen und ließen sich von den heranfahrenden Safarifahrzeugen nicht stören. Ein Genuss für Safarifreunde.
Zu all den sagenhaften Safarierlebnissen durften wir die tansanische Gastfreundschaft genießen. Zurück in der quirligen Stadt Arusha, waren wir beeindruckt vom afrikanischen Leben auf und an den Straßen. Lebhafte Märkte, Cafés am Straßenrand, open-air-Möbelläden und vieles mehr ist so anders als in Deutschland und doch so liebenswert. Wir werden sicherlich wiederkommen. Es gibt noch so viel zu sehen in Tansania und im südlichen Afrika.



© Text: Doris Schmitt
 
 

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