© M. Mulholland
Durban: Zentrum des Art-déco
Die Metropole am Indischen Ozean ist besonders reich an Elementen des Art-déco. Die architektonische Kunstrichtung hat hier Einflüsse aus vielen verschiedenen Kulturen aufgegriffen.
Der Blick wandert höher und höher, entdeckt Blütenornamente, Fische, sogar ein Flugzeug und bleibt schließlich an einem Löwenkopf hängen: Dieses ungewöhnliche Skulpturenensemble ziert das „Berea Court“-Gebäude in Durban – eines der reich dekorierten Art-déco-Häuser, mit denen sich die quirlige Sonnenschein-Metropole an Südafrikas Ostküste schmücken kann.
Durban macht seinem Ruf, ein multikultureller Schmelztiegel zu sein, auch architektonisch alle Ehre. Neben viktorianischen, afrikanischen und asiatischen Einflüssen hat auch der Art déco dem städtischen Erscheinungsbild einen Stempel aufgedrückt.
Und das nicht zu knapp: Eine bemerkenswerte Anzahl von Gebäuden im Art-déco-Stil, der ab 1925 mit seiner Form- und Farbsprache Liebhaber in aller Welt fand und Ausdruck eines neuen Lebensgefühls war, sind heute im Stadtgebiet zu bewundern.
Wie dekorative Schmuckstücke, platziert zwischen klotzigen Kolonialbauten und funktionalen Gebäuden in kühl-modernem Stil, ziehen sie das Auge auf sich.
Fast wie in Miami oder New York, möchte man meinen. Doch Durbans Art-déco-Architekten zeigten sich eigenwillig und haben nicht nur afrikanische, sondern auch indische, islamische, koloniale, ägyptische und maritime Dekorationselemente aufgegriffen.
Da finden sich neben den Löwenköpfen auch in Stuck gebannte Adler, Geier, Antilopen und Delfine – vieles glamouröser und prächtiger ausgestaltet, als man es aus anderen Art-déco-Städten kennt und mit großer Kombinationsfreude auf die Fassaden gebracht.
Nicht alle Gebäude und Verzierungen haben die Jahre überdauert. Doch seit einigen Jahren engagiert sich die „The Durban Art Deco Society“ für den Erhalt der Gebäude, stellt Infomaterial zur Verfügung und bietet Führungen an.
Zur besseren Orientierung sind drei Art-déco-Areale ausgewiesen: die Central Area mit Schwerpunkt auf klassischem Art-déco, die Grey Street Area mit indo-afrikanischem Fokus und die Berea Area, in der viele Gebäude mit typisch stromlinienförmigen Silhouetten zu bewundern sind.
INFORMATIONEN
Wer auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen möchte, findet unter www.durbandeco.org.za detaillierte Hintergrundinformationen und Stadtpläne mit allen relevanten Art-déco-Häusern in Durban.
Allgemeine Auskünfte bei Durban Tourism, 90 Florida Road, Tel. 27 (0)31 322 4164, www.visitdurban.travel.
© D. Claude
Prachtbau Surrey Mansions, 323 Currie Road.
Wie dekorative Schmuckstücke, platziert zwischen klotzigen Kolonialbauten und funktionalen Gebäuden in kühl-modernem Stil, ziehen sie das Auge auf sich.
© C. Bloom
Firmengebäude in 47 Aliwal Street.
Anleihen aus Indien und Ägypten
Fast wie in Miami oder New York, möchte man meinen. Doch Durbans Art-déco-Architekten zeigten sich eigenwillig und haben nicht nur afrikanische, sondern auch indische, islamische, koloniale, ägyptische und maritime Dekorationselemente aufgegriffen.
Da finden sich neben den Löwenköpfen auch in Stuck gebannte Adler, Geier, Antilopen und Delfine – vieles glamouröser und prächtiger ausgestaltet, als man es aus anderen Art-déco-Städten kennt und mit großer Kombinationsfreude auf die Fassaden gebracht.
Nicht alle Gebäude und Verzierungen haben die Jahre überdauert. Doch seit einigen Jahren engagiert sich die „The Durban Art Deco Society“ für den Erhalt der Gebäude, stellt Infomaterial zur Verfügung und bietet Führungen an.
Zur besseren Orientierung sind drei Art-déco-Areale ausgewiesen: die Central Area mit Schwerpunkt auf klassischem Art-déco, die Grey Street Area mit indo-afrikanischem Fokus und die Berea Area, in der viele Gebäude mit typisch stromlinienförmigen Silhouetten zu bewundern sind.
INFORMATIONEN
Wer auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen möchte, findet unter www.durbandeco.org.za detaillierte Hintergrundinformationen und Stadtpläne mit allen relevanten Art-déco-Häusern in Durban.
Allgemeine Auskünfte bei Durban Tourism, 90 Florida Road, Tel. 27 (0)31 322 4164, www.visitdurban.travel.
© Text: Jutta Lemcke










