© Ker & Downey
Gnu-Wanderung in Sambia
Jedes Jahr im November wird der Liuwa-Plain-Nationalpark zur Bühne eines der größten Naturschauspiele Afrikas. Während die Serengeti Besucher aus aller Welt anzieht, beherbergt Liuwa die zweitgrößte Gnu-Wanderung des Kontinents – mit nur einem Bruchteil der Gästezahlen.
Wenn die ersten Regenfälle im Westen Sambias einsetzen, ziehen mehr als 47.000 Gnus auf der Suche nach frischem Weideland über die weiten Ebenen, häufig begleitet von Zebraherden.
Sobald sich die trockenen Graslandschaften in einen grünen Teppich voller Wildblumen verwandeln, versammeln sich die Gnus in großen Herden, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Dies lockt Raubtiere an, die auf leichte Beute hoffen.
Trotz des beeindruckenden Ausmaßes der Migration geht es in Liuwa erstaunlich ruhig zu. Besucher können die Herden oft stundenlang beobachten, ohne dass ein anderes Safarifahrzeug in Sicht ist.
Ebenso faszinierend ist die Raubtierwelt des Parks: Liuwa beherbergt große Rudel von Tüpfelhyänen, außerdem Geparde, Afrikanische Wildhunde und Löwen.
Die Löwen haben eine besonders bewegende Geschichte. Über Jahre hinweg war eine Löwin namens Lady Liuwa das einzige überlebende Exemplar des Parks, nachdem jahrzehntelange Wilderei und Konflikte zwischen Mensch und Wildtier die Population nahezu ausgelöscht hatten.
Dank kontinuierlicher Naturschutzmaßnahmen und der erfolgreichen Wiederansiedlung von Löwen hat sich der Bestand inzwischen erholt und die Tiere pflanzen sich wieder erfolgreich fort.
Die Naturschutzgeschichte der Region reicht mehr als 150 Jahre zurück, als der Lozi-König Lubosi Lewanika das Gebiet erstmals unter Schutz stellte.
Im Juli 2026 erneuerten die Organisation African Parks, das Barotse Royal Establishment und das Tourismusministerium ihre langjährige Partnerschaft zur Verwaltung des Nationalparks.
Die Erholung der Wildtierbestände ist inzwischen so erfolgreich, dass Liuwa heute auch zur Wiederherstellung von Tierpopulationen in anderen Regionen Sambias beiträgt. Allein im Jahr 2025 wurden knapp 2.000 Gnus und rund 200 Zebras in den Kafue-Nationalpark und andere Schutzgebiete umgesiedelt.
Für Reisende, die eines der großen Naturschauspiele Afrikas fernab der Besuchermassen erleben möchten, bietet Liuwa damit ein Safari-Erlebnis, das zunehmend selten geworden ist.
Nach einer umfassenden Renovierung hat kürzlich die King Lewanika Lodge wiedereröffnet, das einzige permanente Luxuscamp im Liuwa-Plain-Nationalpark. Mit fünf Zeltsuiten und einer Familiensuite bietet die Lodge Platz für bis zu 15 Gäste.
Neu hinzugekommen sind ein Swimmingpool, ein offener Speisepavillon, ein Spa und ein Yogadeck. Auch die Gemeinschaftsbereiche wurden neugestaltet und eine Flotte Safarifahrzeuge angeschafft. Die Lodge wird vollständig mit Solarenergie betrieben.
Wer der Gnu-Wanderung näherkommen möchte, kann an einem neuen zweitägigen Sleepout-Erlebnis teilnehmen: Dabei folgen die Gäste den Herden über die Ebenen und verbringen eine Nacht in einem mobilen Camp unter dem Sternenhimmel.
Auch die Anreise ist inzwischen einfacher: Tägliche Flüge ab Lusaka und Livingstone landen nur zehn Minuten von der Lodge entfernt.
INFORMATIONEN
www.zambia.travel
Wenn die ersten Regenfälle im Westen Sambias einsetzen, ziehen mehr als 47.000 Gnus auf der Suche nach frischem Weideland über die weiten Ebenen, häufig begleitet von Zebraherden.
Sobald sich die trockenen Graslandschaften in einen grünen Teppich voller Wildblumen verwandeln, versammeln sich die Gnus in großen Herden, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Dies lockt Raubtiere an, die auf leichte Beute hoffen.
Trotz des beeindruckenden Ausmaßes der Migration geht es in Liuwa erstaunlich ruhig zu. Besucher können die Herden oft stundenlang beobachten, ohne dass ein anderes Safarifahrzeug in Sicht ist.
Löwin Lady Liuwa
Ebenso faszinierend ist die Raubtierwelt des Parks: Liuwa beherbergt große Rudel von Tüpfelhyänen, außerdem Geparde, Afrikanische Wildhunde und Löwen.
Die Löwen haben eine besonders bewegende Geschichte. Über Jahre hinweg war eine Löwin namens Lady Liuwa das einzige überlebende Exemplar des Parks, nachdem jahrzehntelange Wilderei und Konflikte zwischen Mensch und Wildtier die Population nahezu ausgelöscht hatten.
Dank kontinuierlicher Naturschutzmaßnahmen und der erfolgreichen Wiederansiedlung von Löwen hat sich der Bestand inzwischen erholt und die Tiere pflanzen sich wieder erfolgreich fort.
Erfolgreiche Tierumsiedlung
Die Naturschutzgeschichte der Region reicht mehr als 150 Jahre zurück, als der Lozi-König Lubosi Lewanika das Gebiet erstmals unter Schutz stellte.
Im Juli 2026 erneuerten die Organisation African Parks, das Barotse Royal Establishment und das Tourismusministerium ihre langjährige Partnerschaft zur Verwaltung des Nationalparks.
Die Erholung der Wildtierbestände ist inzwischen so erfolgreich, dass Liuwa heute auch zur Wiederherstellung von Tierpopulationen in anderen Regionen Sambias beiträgt. Allein im Jahr 2025 wurden knapp 2.000 Gnus und rund 200 Zebras in den Kafue-Nationalpark und andere Schutzgebiete umgesiedelt.
Für Reisende, die eines der großen Naturschauspiele Afrikas fernab der Besuchermassen erleben möchten, bietet Liuwa damit ein Safari-Erlebnis, das zunehmend selten geworden ist.
Übernachten in der King Lewanika Lodge
Nach einer umfassenden Renovierung hat kürzlich die King Lewanika Lodge wiedereröffnet, das einzige permanente Luxuscamp im Liuwa-Plain-Nationalpark. Mit fünf Zeltsuiten und einer Familiensuite bietet die Lodge Platz für bis zu 15 Gäste.
© Marcus Westberg
Komfortable Lewanika Lodge
Wer der Gnu-Wanderung näherkommen möchte, kann an einem neuen zweitägigen Sleepout-Erlebnis teilnehmen: Dabei folgen die Gäste den Herden über die Ebenen und verbringen eine Nacht in einem mobilen Camp unter dem Sternenhimmel.
Auch die Anreise ist inzwischen einfacher: Tägliche Flüge ab Lusaka und Livingstone landen nur zehn Minuten von der Lodge entfernt.
INFORMATIONEN
www.zambia.travel
© Text: Sabrina Hasenbein/The PC Agency










