© Abdurrahman Gugercin/Spore
Ausstellung: Kampf um Gerechtigkeit
Die Ausstellung „Fractured Lifeworlds“ in Berlin zeigt bis April 2027, wie sich die Spuren der deutschen Kolonialherrschaft in der Landschaft Namibias eingeschrieben haben. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen der Ovaherero und Nama nach Reparationen, der Rückgabe ihrer Gebiete und dem Schutz von Kulturstätten.
Die neue Ausstellung von Forensis und Forensic Architecture (FA) in der Spore Initiative vereint großformatige Video- und Klanginstallationen, kartografische Analysen, Satellitenbilder, Umweltmodellierungen und digitale Rekonstruktionen, um historische Gewalt und ihre materiellen wie ökologischen Nachwirkungen in der Gegenwart sichtbar zu machen.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer engen vierjährigen Zusammenarbeit mit der Nama Traditional Leaders Association, der Ovaherero Traditional Authority und der Okandjoze Chiefs Assembly on Genocide. Sie präsentiert die Ergebnisse eines langfristigen Forschungsprojekts.
Fractured Lifeworlds zeigt, dass Namibia und die deutsche Kolonialgeschichte auch Perspektiven aufzeigen, um gegenwärtige Konflikte, ökologische Krisen und unabgeschlossene Geschichtschreibungen, die die heutige Welt prägen, zu verstehen.
Im Rahmen der Ausstellung findet unter anderem die deutsche Premiere von Forensic Architectures neuer Untersuchung zu Biodiversität im Tsau-//Khaeb-Nationalpark (Sperrgebiet-Nationalpark) statt. Der Park ist durch das sogenannte Hyphen-Projekt bedroht – ein großes „grünes Wasserstoff"-Vorhaben, das von der deutschen und der namibischen Regierung unterstützt wird.
Es gefährdet die Unversehrtheit von Shark Island, dem Ort eines der ersten Konzentrationslager des 20. Jahrhunderts, in dem deutsche Kolonialtruppen Tausende Nama- und Ovaherero-Gefangene ermordeten. Obwohl das Hyphen-Projekt als Eckpfeiler der deutschen Energiewende beworben wird, bedroht es eine Landschaft, die für Geschichte und kulturelles Gedächtnis der Nama und Ovaherero von zentraler Bedeutung ist.
INFORMATIONEN
Die Ausstellung ist Di.–Fr. von 15–19 Uhr geöffnet, Herrmannstr. 86, Berlin-Neukölln, https://spore-initiative.org/de
Die neue Ausstellung von Forensis und Forensic Architecture (FA) in der Spore Initiative vereint großformatige Video- und Klanginstallationen, kartografische Analysen, Satellitenbilder, Umweltmodellierungen und digitale Rekonstruktionen, um historische Gewalt und ihre materiellen wie ökologischen Nachwirkungen in der Gegenwart sichtbar zu machen.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer engen vierjährigen Zusammenarbeit mit der Nama Traditional Leaders Association, der Ovaherero Traditional Authority und der Okandjoze Chiefs Assembly on Genocide. Sie präsentiert die Ergebnisse eines langfristigen Forschungsprojekts.
Fractured Lifeworlds zeigt, dass Namibia und die deutsche Kolonialgeschichte auch Perspektiven aufzeigen, um gegenwärtige Konflikte, ökologische Krisen und unabgeschlossene Geschichtschreibungen, die die heutige Welt prägen, zu verstehen.
Bedrohung durch Energieprojekt
Im Rahmen der Ausstellung findet unter anderem die deutsche Premiere von Forensic Architectures neuer Untersuchung zu Biodiversität im Tsau-//Khaeb-Nationalpark (Sperrgebiet-Nationalpark) statt. Der Park ist durch das sogenannte Hyphen-Projekt bedroht – ein großes „grünes Wasserstoff"-Vorhaben, das von der deutschen und der namibischen Regierung unterstützt wird.
Es gefährdet die Unversehrtheit von Shark Island, dem Ort eines der ersten Konzentrationslager des 20. Jahrhunderts, in dem deutsche Kolonialtruppen Tausende Nama- und Ovaherero-Gefangene ermordeten. Obwohl das Hyphen-Projekt als Eckpfeiler der deutschen Energiewende beworben wird, bedroht es eine Landschaft, die für Geschichte und kulturelles Gedächtnis der Nama und Ovaherero von zentraler Bedeutung ist.
INFORMATIONEN
Die Ausstellung ist Di.–Fr. von 15–19 Uhr geöffnet, Herrmannstr. 86, Berlin-Neukölln, https://spore-initiative.org/de
© Text: Spore










