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Südafrika-Newsblog: Deutschland ist Risikoland



Die südafrikanische Regierung hat Deutschland am 19. Oktober auf die Liste der Risikoländer gesetzt, aus denen keine Touristen einreisen dürfen. Ein schwerer Schlag für Reisende - und für die Tourismusbranche.


20. Oktober
Deutschland ist Risikoland


Die Einreise ist damit für Touristen, die aus Deutschland kommen, verboten – Besucher werden abgewiesen. Geschäftsreisen sind auf Antrag möglich, die genauen Regeln sind jedoch – wie so oft in den letzten Monaten – unklar.
Auch Kanada, Spanien und Italien sind neu auf der Liste. Österreicher und Schweizer dürfen dagegen im Rahmen der geltenden Regeln als Touristen einreisen.
Die südafrikanische Regierung versetzt der Tourismusbranche des Landes, die gerade erst wieder zu keimen begann, einen neuen Schlag. Die Unberechenbarkeit der Ankündigungen und Regeln zerstört weiter Vertrauen unter den Reisenden.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 20. Oktober
Infizierte gesamt: 705.254
Davon Genesene: 635.257
Todesfälle: 18.492
Durchgeführte Tests: 4.565.980


1. Oktober
Deutsche Urlauber dürfen nach Südafrika


Einreiseverbote bleiben unter anderem auch für Touristen aus den USA, Großbritannien, Brasilien und Frankreich bestehen.
Touristen, die mindestens zehn Tage vor Abreise nach Südafrika in einem Risikoland waren, dürfen ebenfalls nicht einreisen.
Die Einteilung in Länder mit niedrigem, mittlerem und hohem Risiko basiert auf Regeln der WHO. Reisende aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Risiko müssen sich bei der Ankunft NICHT in Quarantäne begeben.
Jeder Besucher muss einen negativen Covid 19-Test vorlegen, der innerhalb von 72 Stunden vor Abflug vorgenommen worden sein muss. Wer keinen Test vorlegen kann oder Symptome aufweist, muss sich zehn Tage in Quarantäne begeben.
Die Liste der Risikoländer wird alle zwei Wochen überprüft und entsprechend der weltweiten Covid 19-Entwickung angepasst.
Das Robert Koch-Institut führt Südafrika jedoch weiterhin als Risikoland - somit bleibt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes weiterhin bestehen.
Indessen hat South African Airways den Betrieb komplett eingestellt. Die Arbeit soll ruhen, bis die weitere Finanzierung der nationalen Fluglinie geklärt ist.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 1. Oktober
Infizierte gesamt: 674.339
Davon Genesene: 606,112
Todesfälle: 16.734
Durchgeführte Tests: 4.187.917


16. September
Öffnung der Grenzen


Die neuen Regeln im Einzelnen:

- Die Restriktionen für den internationalen Reiseverkehr werden schrittweise aufgehoben – Geschäfts- und Urlaubsreisen sollen ab 1. Oktober wieder möglich sein.
- Die internationalen Flughäfen in Johannesburg, Durban und Kapstadt öffnen sich wieder für Reisende aus dem Ausland.
- Bei der Einreise muss ein negativer COVID-19-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist.
- Alle Reisenden müssen die südafrikanische Warn-App für COVID-19 installieren.
- Restaurants dürfen 50 Prozent ihrer verfügbaren Plätze nutzen, ebenso wie Freizeit- und Unterhaltungseinrichtungen.
- An öffentlichen Plätzen besteht weiterhin eine Maskenpflicht.
- Die nächtliche Ausgangssperre besteht nur noch zwischen 0 und 4 Uhr.
- Der Verkauf von Alkohol ist unter der Woche von 9 bis 17 Uhr wieder erlaubt.

Die umfangreichen Lockerungen treten ein halbes Jahr nach Erklärung des Notstands in Kraft, fasste Ramaphosa zusammen. Das Schlimmste sei nun überstanden.
In diesem Zeitraum seien rund 650.000 Infektionen erfasst worden, 15.000 Todesfälle würden COVID-19 zugeschrieben.
Auf dem Höhepunkt der Pandemie seien rund 12.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet worden – heute bewege sich die Zahl noch bei rund 2.000. Die Gesundungsrate läge bei 89 Prozent.
Es gelte daher sicherzustellen, dass die Zahlen nicht erneut anstiegen – und somit eine zweite Welle zu verhindern. Die Präsident kündigte an, dass die Test weiter ausgeweitet würden.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 17. September
Infizierte gesamt: 653.444
Davon Genesene: 584.195
Todesfälle: 15.705
Durchgeführte Tests: 3.961.179


16. August
Weitreichende Lockerungen

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kündigte an, dass sich das gesamte Land am 17. August von Level 3 in Level 2 des Lockdowns bewegt.
Mit dem Übergang sind zahlreiche und weitreichende Lockerungen des Restriktionen verbunden, unter anderem auch für das heiß diskutierte Verkaufsverbot für Alkohol und Tabak.
Auslöser des Erleichterungen ist die stark gesunkene Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus.

Die Erleichterungen im einzelnen:
- Alle Reisebeschränkungen zwischen den Provinzen werden aufgehoben.
- Touristische Übernachtungen und Touren werden im Rahmen der Hygieneprotokolle wieder erlaubt.
- Restaurants, Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen unter Einhaltung der geltenden Regeln.
- Tabak und Alkohol dürfen in bestimmten Zeitfenstern wieder verkauft und ausgeschenkt werden.
- Treffen von Familien und Freunden sind wieder möglich. Die Ausgangssperre zwischen 22 und 4 Uhr bleibt jedoch bestehen.

Der Präsident warnte jedoch gleichzeitig vor nachlassender Wachsamkeit und vor einer möglichen zweiten Welle mit der zwangsläufig damit verbundenen Wiedereinführung der Einschränkungen.
Die südafrikanische Tourismusindustrie begrüßte die Ankündigung als ersten Schritt auf einem langen Weg zur Erholung der Branche. Sie will nun auch auf eine Öffnung für internationale Besucher hinarbeiten.
Auch die Weinbranche zeigte sich erfreut über die Lockerungen, wies jedoch darauf hin, dass der Schritt für manche Unternehmen, die bereits schließen mussten, zu spät komme.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 16. August
Infizierte gesamt: 583.653
Davon Genesene: 466.941
Todesfälle: 11.677
Durchgeführte Tests: 3.378.029


11. August
Der Zorn des Präsidenten

SÜD-AFRIKA Mitarbeiter Werner Klein berichtet aus Kapstadt: Seit Anfang August gab es in Südafrika leider keine Entscheidungen, die unser Leben hier etwas erleichtern oder dem Tourismussektor und der Gastronomie wirklich weiterhelfen. Wir sind froh, dass wir zumindest innerhalb der Provinz reisen dürfen, was wir bisher ausgiebig genutzt haben.
Bemerkenswert ist, dass Präsident Cyril Ramaphosa sich erbost zeigt. Seinen wöchentlichen Brief an die Südafrikaner hat er mit dem Titel versehen: „Nur Aasfresser profitieren von einem Desaster.“ Es folgt eine Aufzählung von Korruptionsfällen, die die südafrikanische Öffentlichkeit in den vergangenen Tagen entsetzten.
Es vergeht kein Tag ohne neue Fälle, in die Regierungsmitglieder und hohe ANC-Funktionäre verwickelt sind. Insbesondere bei der Beschaffung von Schutzkleidung wurden Milliarden Rand veruntreut.
Der Präsident scheint ernst machen zu wollen mit der Ankündigung, Korruption und Misswirtschaft in der Regierung sowie in der Regierungspartei strenger zu verfolgen.
Für den Kampf gegen das Virus hatte die Regierung umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Wegen der Dringlichkeit wurden die bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sonst üblichen Kontrollen gelockert.
Dies führte zu künstlich aufgeblähten Preisen, zu Vetternwirtschaft bis zu unverhohlenem Diebstahl – Phänomene, die in Südafrika keineswegs neu sind.
Mittlerweile gibt es einen vom Tourismusministerium veröffentlichten Plan für den Tourismussektor mit verschiedenen Szenarien für die Wiedereröffnung zwischen November 2020 und Beginn des Südwinters 2021 - je nach Verlauf der Pandemie.
Unterdessen laufen vor Gericht die Anhörungen zu den Verfahren über das Alkohol- und Tabakverbot. Voraussichtlich wird sich die Pandemie-Argumentation der Regierung durchsetzen.
Gleichzeitig werden die Rufe – auch von Seiten der im Western Cape regierenden Democratic Alliance – immer lauter, bei den aktuellen Fallzahlen endlich alle Wirtschaftsbereiche wieder zu öffnen.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 11. August
Infizierte gesamt: 563.598
Davon Genesene: 417.200
Todesfälle: 10.621
Durchgeführte Tests: 3.267.494


26. Juli
Die Tourismusbranche demonstriert.

Südafrika meldet eine leichte Entspannung im Western Cape, wo die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus rückgängig sind. Landesweit wird jedoch weiterhin ein starkes Wachstum verzeichnet, mit zuletzt 12.000 innerhalb eines Tages. Brennpunkte sind die Provinzen Gauteng und Eastern Cape.
Tourismusministerin Mmamoloko Kubayi-Ngubane schätzt, dass die Tourismusbranche in diesem Jahr einen Einnahmerückgang von rund 75 Prozent erwarten müsse, mit entsprechenden Auswirkungen auf 438.000 Arbeitsplätze.
Die Tourismusbranche verstärkte indessen ihre Anstrengungen, eine schnellere Öffnung des Landes herbeizuführen, das sich seit mehr als 120 Tagen im Lockdown befindet. Sie initiierte dafür Kampagnen in den Sozialen Medien und Demonstrationen im ganzen Land.
SÜD-AFRIKA-Mitarbeiter Werner Klein berichtet dazu aus Kapstadt: Auf die massiven, aber friedlichen Proteste und Demonstrationen der Restaurant- und der Touristikbranche unter dem Hashtag
jobssavelives gab es bisher noch keine Reaktionen seitens der Regierung.
Präsident Cyril Ramaphosa kündigte in einer erneuten Fernsehansprache an, dass die öffentlichen Schulen ab dem 27. Juli für bis zu einem Monat geschlossen werden sollen. Er warb für die Einhaltung der Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie und wies auf die positiven Zahlen im Western Cape hin.
Außerdem kündigte er strenge Maßnahmen an, um Korruption zu verhindern, und warnte ausdrücklich vor Diebstahl und Korruption bei den Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung, zum Beispiel bei der Auszahlung von finanzieller Hilfe, Paketen mit Lebensmitteln sowie überhöhten Preisen für die Schutzutensilien im Gesundheitswesen.
Der Präsident kündigte die Einsetzung von Sonderkommisionen an, die sich ausschließlich mit der Korruption und Diebstählen im Rahmen der Covid-19-Unterstützung beschäftigen sollen.
Er ging jedoch mit keinem Wort auf die Probleme der Restaurants und der Touristikbranche ein, ebenso wenig wie auf das Alkoholverbot oder den Verbot des Tabakverkaufs.
Indessen gibt es in der Bevölkerung immer mehr Proteste und Vandalismus. So wurde ein neues Krankenhaus in einer Township abgebrannt, Versorgungsfahrzeuge und Feuerwehrwagen werden angegriffen sowie Highways blockiert.
Es kursieren Gerüchte, dass die Öffnung für den Inlandstourismus für Ende September geplant sei, die Öffnung der Grenzen für den internationalen Tourismus für Ende Dezember/Anfang Januar.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 26. Juli
Infizierte gesamt: 434.200
Davon Genesene: 263.054
Todesfälle: 6.655
Durchgeführte Tests: 2.730.812


14. Juli
Steigende Zahlen und neue Regeln

Es ist keine Nachricht, die für Schlagzeilen sorgt: Kapstadt hat gerade eine heftige Kaltfront hinter sich mit sintflutartigen Regenfällen, kühlen nächtlichen Temperaturen und schweren Stürmen.
Die Capetonians sehen dieses Wetter nicht als unangenehm an, denn sie denken in erster Linie an ihre Wasserspeicher, die die Region mit Trinkwasser versorgen - und deren Level nun wieder weit über dem der letzten Jahre liegt, auch dank des bewussteren Umgangs mit Wasser seit der Knappheit vor 2 Jahren.

Steigende Infektionszahlen
Immerhin eine gute Nachricht angesichts der Zahl der stark steigenden Neuinfektionen, die zurzeit bei täglich 12.000 liegt. Insgesamt wurden bislang fast 190.000 Fälle gezählt.
Die Provinz Gauteng hat sich mit über 100.000 Fällen zum Hotspot entwickelt. Experten schätzen, dass sich die Zahlen dort in den kommenden zwei bis drei Wochen verdreifachen werden.
Es gibt jedoch keine Erkenntnisse darüber, warum es erst jetzt zu diesem starken Anstieg kommt.
Mittlerweile haben zwar wieder mehr als 300 Restaurants in Kapstadt und den Winelands geöffnet, es ist jedoch nicht bekannt, wie intensiv das Angebot angenommen wird.
Es mehren sich die Stimmen der Gastronomen, die sagen, dass eine Öffnung ohne den Ausschank von Alkohol nicht wirtschaftlich sei.

Neue Regeln
Indessen hat Präsident Cyril Ramaphosa neue Lockdown-Regeln verkündet, die uns zwar nicht offiziell, aber doch faktisch quasi ein Level zurückversetzen.

Hier die neuen Regeln, die ab sofort gelten:
- Alkoholverkäufe sind komplett verboten - als eine der Maßnahmen zur Erhaltung der Krankenhauskapazitäten. Tatsächlich sind alle Liquor Stores geschlossen.
- Es gelten wieder Ausgangssperren zwischen 21 und 4 Uhr.
- Jeder, der für einen öffentlichen Raum zuständig ist, muss dort das Tragen der Maske erzwingen. Dazu wurde eine lange Liste von Personen veröffentlicht, die für Büros, Geschäfte, Transporteinrichtungen und andere öffentliche Räume zuständig sind.
- Strände müssen geschlossen bleiben - letzten Sonntag waren sie bei herrlichem Wetter noch überfüllt.
- Reisen über die Provinzgrenzen bleiben verboten, private Tagesreisen innerhalb der Provinz sind erlaubt - jedoch nur ohne Übernachtung.

Die unmittelbaren Reaktionen auf die Verschärfungen waren ausschließlich negativ. Die Regierung und insbesondere der Präsident haben offensichtlich an Ansehen verloren.
Indessen warnte Sozialminister Lindiwe Zulu vor der Entstehung von „Hotspots des Hungers“ in mehreren Provinzen.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 14. Juli
Infizierte gesamt: 287.796
Davon Genesene: 138.241
Todesfälle: 4.172
Durchgeführte Tests: 2.194.624


3. Juli
Zwischen Lockerungen und Lockdowns

In Südafrika gibt es keine neue Entscheidungen – man beschäftigt sich vielmehr damit, die vor zehn Tagen beschlossenen Erleichterungen im Detail zu erklären, weil bei einzelnen Ministern teilweise klare Aussagen vermisst wurden.
Das betrifft zum Beispiel private Reisen innerhalb der Provinz, Übernachtungen ohne beruflichen Anlass, Öffnung der Schulen nach Jahrgängen und die erneute Schließung nach einigen Tagen, wenn Infektionsfälle auftraten.
Die Sammeltaxis nutzen offiziell wieder die volle Kapazität ihrer Taxen, obwohl im derzeitigen Level nur 70 Prozent erlaubt sind. Die Fahrer hatten offen mit einem totalen „Shutdown“ gedroht, wenn Taxen aus diesem Grund aus dem Verkehr gezogen würden. Nun spricht niemand mehr darüber.
Die Provinzregierung von Gauteng denkt laut darüber nach, den Lockdown wieder auf ein härteres Level zu stellen, da die Infektionsfälle in der Provinz in den letzten 14 Tagen rasant und überdurchschnittlich angestiegen sind.
Bei einer täglichen Zunahme von 6.000 bis 8.000 Fällen hoffen dennoch viele auf den Höhepunkt der Pandemie, der für Mitte bis Ende Juli vorausgesagt wurde, und dass danach die tägliche Zunahme rasant zurückgeht.
Trotz der offiziellen Genehmigung für die Restaurantöffnung (jedoch ohne Alkoholausschank) mussten bereits 40 Betriebe ihre dauerhafte Schließung bekanntgeben – teils renommierte und alteingesessene Restaurants.
Darunter sind der Shortmarket Club in Kapstadt, das Buitenverwachting in Constantia, das Under Oaks in Paarl, The Butcher in Camps Bay, The Kitchen in Woodstock, das Ocean Blue in Camps Bay und das Café Blouberg in Bloubergstrand.
Auf der anderen Seite haben bereits über 100 Restaurants in Kapstadt und den Winelands wieder geöffnet und bieten neben Abholung und Lieferung auch wieder Bewirtung an.
Trotzdem haben nur wenige der als am besten bewerteten Restaurants im Western Cape geöffnet, darunter La Colombe, Eike und La Petite Colombe.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 4. Juli
Infizierte gesamt: 177.124
Davon Genesene: 86.298
Todesfälle: 2.952
Durchgeführte Tests: 1.745.153


28. Juni
Restaurants öffnen wieder

Südafrika geht bei den Lockerungen einen Schritt weiter, berichtet SÜD-AFRIKA Mitarbeiter Werner Klein aus Kapstadt: Tourismusministerin Mmamoloko Kubayi-Ngubane gab bekannt, dass ab Montag, den 29. Juni, Restaurants wieder öffnen dürfen, ebenso wie Kinos, Theater und Casinos mit einer Zahl von maximal 50 Besuchern.
Die Regierung veröffentlichte dazu konkrete Regeln, zum Beispiel die Registrierung von Gästen, Maskenpflicht außer während des Essens, das Abstandsgebot von 1,5 Metern sowie Hygiene- und Reinigungsregeln.
Der Verkauf von Alkohol für den Konsum vor Ort bleibt weiterhin verboten, Take away ist dagegen möglich. Treffen zwischen Freuden und größeren Familien sind nur in Restaurants oder in der Öffentlichkeit erlaubt, jedoch nicht zuhause!
Der Verkauf von Tabak wird nach wie vor nicht erlaubt - die Regierung hat erreicht, dass die Gerichtsverhandlung über die Klagen gegen diese Regel bis Anfang August verschoben wurde. Der Schwarzmarkt für den Tabakhandel freut sich darüber.
Es gab auch eine offizielle Mitteilung, dass die Strände wieder freigegeben wurden. Es interessiert nur niemanden mehr, da die Strände bereits seit zwei oder drei Wochen wieder bevölkert sind und das sonnige Wetter die Menschen ans Wasser treibt.
Zwischenzeitlich hat der Oberste Gerichtshof entschieden, das die Regeln des Lockdowns richtig und gerechtfertigt waren.
Zur Grenzöffnung gibt es noch keine offizielle Mitteilung von Seiten der Regierung. Gerüchte besagen, dass die Öffnung für September geplant sei.
Die Zahl der Neuinfektionen wächst indessen weiter. Die Provinz Eastern Cape hat sich dabei zu einem neuen Hotspot entwickelt.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 28. Juni:
Infizierte gesamt: 138.134
Davon Genesene: 68.925
Todesfälle: 2.456
Durchgeführte Tests: 1.567.084


20. Juni
Lockerungen konkretisieren sich.

Seit neuestem dürfen Friseure, Kosmetikbetriebe und sonstige Körperpflegedienste wieder arbeiten - eine Erleichterung für viele.
In einer Fernsehansprache gab Präsident Cyril Ramaphosa indessen weitere geplante Lockerungen im sogenannten „fortgeschrittenen Level 3“ bekannt. Das Datum zur Einführung soll jedoch erst später bekanntgegeben werden.

Angekündigt sind folgende Änderungen:
Restaurants dürfen wieder Gäste bewirten - offenbar jedoch zunächst nur ohne Alkoholausschank.
Unterkünfte können wieder öffnen, AirBnBs jedoch nicht.
Konferenzen und Besprechungen können in Unternehmen wieder stattfinden.
Kinos und Theater können geöffnet werden, ebenso wie Casinos.
Berührungslose Sportarten wie Golf, Tennis und Kricket können wieder aufgenommen werden.
Kontaktsportarten dürfen nur zu Trainingszwecken fortgesetzt werden.
Alle diese Maßnahmen unterliegen strengen hygienischen Richtlinien und den bekannten Abstandsregeln. Zur Öffnung der Grenzen traf Ramaphosa keine Aussage.

Gewalt und Alkoholmissbrauch
Im zweiten Teil seiner Rede ging der Präsident ausführlich auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen sowie gegen Kinder ein, die in den letzten Wochen und Monaten sprunghaft gestiegen ist. Er beschrieb sie als eine „Pandemie“ der anderen Art. Er sei entsetzt über den „Krieg“, den die Männer in Südafrika gegen Frauen führten und nannte 21 Todesopfer der letzten Wochen namentlich.
Ramaphosa zeigte sich dabei auch besorgt über den Einfluss von Alkohol auf die Verbrechensrate. Er sagte, dass Maßnahmen gefunden werden müssten, um die Gesellschaft vor den Auswirkungen von Alkoholmissbrauch zu schützen.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 19. Juni:
Infizierte gesamt: 87.715
Davon Genesene: 47.825
Todesfälle: 1.831
Durchgeführte Tests: 1.260.434


15. Juni
Entspannung in Level 3

SÜD-AFRIKA Mitarbeiter Werner Klein berichtet aus Kapstadt und gibt ein Stimmungsbild über das Leben im Level 3: Insgesamt ist das Leben entspannter geworden und wir fahren nun öfter ins Zentrum von Kapstadt, allerdings nicht nach Somerset West, Durbanville oder Bellville, um dort Freunde zu besuchen.
Der Grund: Wir möchten ungern in eine der Straßensperren kommen, die von Soldaten auf vielen Highways wie der N 2 oder der N 1 eingerichtet wurden, denn wir dürfen die Grenzen des Districts oder der Metropolitan Area nicht verlassen.
Schön wäre ein Friseurbesuch, darum hoffen wir auf eine diesbezügliche Entscheidung in der nächsten Woche. Zum Trost sind die Golfplätze wieder geöffnet.
Zu den wichtigsten Regeln gehört nach wie vor, Masken zu tragen, und zwar auch in der Öffentlichkeit, außerdem immer 1,5 Meter Abstand zu halten sowie regelmäßiges Händewaschen.
Auch wenn die Maskenpflicht überall eingehalten wird, ist es mit dem Abstandhalten nach wie vor schwierig. Seitdem im Level 3 die Pendler wieder täglich zur Arbeit fahren, sind die Taxen voll besetzt.
Häufig sieht man in den 15er-Sammeltaxis wieder mehr als 20 Personen. Da kann von „social distancing“ leider keine Rede sein.
Aber daran, dass in jedem Geschäft – wirklich in jedem Laden – die Hände desinfiziert werden, hat man sich mittlerweile gewöhnt. Restaurants allerdings haben nur für die Abholung der Speisen geöffnet.
Positiv ist, dass die Krankenhäuser ihre Kapazitäten, vor allem auch bei Intensivbetten, erheblich erweitert haben. So sind das Messe- und Kongresszentrum und einige Turnhallen in der Umgebung in Intensivkrankenhäuser verwandelt worden.
Wir alle warten nun auf neue Entscheidungen der Regierung in dieser Woche, unter anderem zum Tabakverbot, das zur Diskussion gestellt wurde, zu Sitzgelegenheiten in Restaurants und zur Eröffnung von Hotels und B&Bs.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 15. Juni:
Infizierte gesamt: 70.038
Davon Genesene: 38.531
Todesfälle: 1.480
Durchgeführte Tests: 1.121.958


11. Juni
Tourismus ab Februar 2021?

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Südafrika weiterhin rasant an, am 10. Juni wurde die Zahl von 55.000 überschritten. Besonders betroffen ist das Western Cape mit rund zwei Drittel der Fälle, gefolgt von Gauteng und dem Eastern Cape.
Das Wachstum konzentriert sich vor allem auf die Townships mit ihren überwiegend prekären sanitären Bedingungen, den erschwerten Möglichkeiten, die soziale Distanz einzuhalten - und vor allem der Armut, die die Menschen auf die Straßen und in die Suppenküchen treibt.
Indessen diskutiert das Parlament über den geeigneten Termin der Öffnung für den internationalen Tourismus. Als frühester Termin ist der September 2020 im Gespräch, wie von der Tourismusindustrie des Landes gefordert.
Der Tourism Business Council machte die Regierung auf die besondere Bedeutung der Hochsaison zwischen September und März für die rund 375.000 Beschäftigten in diesem Wirtschaftsbereich aufmerksam.
Eine Notiz im Rande: China hat die Pangoline, jene gefährdeten Schuppentiere, deren Verkauf auf Märkten als mögliche Ursache für den Ausbruch der Pandemie gilt, von der offiziellen Liste der Naturheilmittel gestrichen. Eine gute Nachricht für den Tierschutz!

Der aktuelle Stand in Südafrika am 11. Juni:
Infizierte gesamt: 55.421
Davon Genesene: 31.505
Todesfälle: 1.210
Durchgeführte Tests: 998.400


5. Juni
Streit um die Corona-Regeln

Seit Anfang Juni sind viele Lockerungen in Kraft, andere Regeln warten auf ihre Bestätigung vor Gericht. Unser Kollege Werner Klein berichtet über die Lage in Südafrika:
Erfreulicherweise blieben Anfang der Woche größere Probleme beim erwarteten Ansturm auf die Liquor Stores aus. Stattdessen kam es nur zu teilweise unglaublich disziplinierten Warteschlangen
Nun ist der Donnerstag der „neue Freitag“, da Alkohol nur von Montag bis Donnerstag zwischen neun und 17 Uhr verkauft werden darf. Jetzt heißt es, sich bereits am Donnerstag für das Wochenende einzudecken.
Außerdem darf kein Alkohol von Freitag bis Sonntag transportiert werden - dies betrifft auch private Pkws. Eine weitere Stilblüte im südafrikanischen Regelwerk.
Leider musste das Gesundheitsministerium bekanntgeben, dass die Krankenhäuser seit dieser Woche eine Verdopplung von alkoholbedingten Unfällen verzeichneten.
Eine wichtige Entscheidung fiel am Dienstag dieser Woche. Der Oberste Gerichtshof in Pretoria urteilte, dass die Regeln der Level 4 und 3 ungültig, unvernünftig und nicht nachvollziehbar seien. Nun hat die Regierung 14 Tage Zeit, nachzubessern.
Ebenso steht noch das Urteil im Streit um das Verkaufsverbot von Tabak aus. Zwischenzeitlich hat der Polizeiminister darauf hingewiesen, dass man für Zigaretten, die man mit sich führt, eine Quittung parat haben muss. Eine Maßnahme gegen den Schwarzhandel.
Zum Friseur können wir leider immer noch nicht – auch in dieser Angelegenheit wartet das Friseurhandwerk auf ein abschließendes Urteil des High Courts.
Auch in Südafrika gibt es Bestrebungen und Pläne vonseiten der im Western Cape regierenden Democratic Alliance hinsichtlich möglicher Grenzöffnungen und einer Wiederaufnahme des internationalen Tourismus ab September.
Leider passen diese vorsichtig positiven Meldungen nicht zu den aktuellen Infektionszahlen, die gestern wieder stark um mehr als 3.000 Fälle gestiegen sind.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 5. Juni:
Infizierte gesamt: 40.792
Davon Genesene: 21.311
Todesfälle: 848
Durchgeführte Tests: 820.675


2. Juni
Öffnung der Geschäfte - auch für den Alkoholverkauf

 © Werner Klein
© Werner Klein
Schlangen vor den Alkoholgeschäften.
Inmitten der vielen Lockerungen, die am 1. Juni in Kraft getreten sind, ist es nur eine Notiz am Rande: Am Montag bildeten sich schon am frühen Morgen lange Schlangen vor den Alkoholgeschäften, die nun zum ersten Mal wieder öffnen durften. Der Alkoholverkauf war während des Lockdowns verboten.
Manch einer freute sich auf ein Glas südafrikanischen Weins, andere auf Ersatz für allerlei Provisorien, zu denen die Bevölkerung gegriffen hatte: zum Beispiel traditionelles Sorghum-Bier oder schwarz gebrannten Schnaps.
Manche Supermärkte hatten sogar Packages aus Zutaten im Angebot, mit denen man zuhause Ananasbier brauen konnte.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 2. Juni:
Infizierte gesamt: 35.812
Davon Genesene: 17.291
Todesfälle: 705
Durchgeführte Tests: 742.742


30. Mai
Weitreichende Öffnungen

Anfang Juni tastet sich Südafrika vorsichtig in die nächste Stufe und lockert weitere Restriktionen. SÜD-AFRIKA Mitarbeiter Werner Klein berichtet aus Kapstadt über die aktuelle Situation.
Der von Präsident Cyril Ramaphosa angekündigte Übergang in Stufe 3 am 1. Juni bringt die Öffnung der meisten Wirtschaftssektoren sowie die Lockerung einer Reihe von Vorschriften mit sich.
In seiner letzten Ansprache entschuldigte sich Ramaphosa bei der Nation für die restriktiven Maßnahmen der Regierung seit Beginn des Lockdowns. Er betonte jedoch, dass die Maßnahmen notwendig seien, um die Gesundheitssysteme des Landes vorzubereiten und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Lockerungen trotz ansteigender Infektionszahlen – wie viele andere afrikanische Nationen bleibt auch Südafrika keine andere Wahl. Der Bevölkerung geht die Puste aus. Die Folgen des frühen, harten Lockdowns sind gravierend.

Ramaphosa erklärte zwölf Regionen zu sogenannten Covid-19-Hotspots. Dazu gehören auch Teile Kapstadts, der West Coast, der Region Overberg und des Weinlands. Dort treten fünf oder mehr Infektionen pro 100.000 Menschen auf oder die Zahl der Neuinfektionen nimmt rasch zu.
Die Liste der Hotspots soll alle zwei Wochen überprüft und angepasst werden. So kann es auch passieren, dass eine Region in Level 4 oder sogar 5 zurückgestuft wird.
Ramaphosa kündigte die Öffnung einer Reihe von Branchen an, die zur Belebung der angeschlagenen Wirtschaft Südafrikas beitragen sollen.
Andere Unternehmen, in denen soziale Distanz schwierig einzuhalten ist, bleiben jedoch vorerst geschlossen, dazu gehören auch die Friseure.

Folgende Änderungen treten ab 1. Juni in Kraft:
- Die Ausgangssperre wird aufgehoben, die Menschen dürfen ihre Häuser wieder verlassen - jedoch nur, um zur Arbeit zu gehen, wichtige Dinge zu kaufen oder für Arztbesuche.
- In der Öffentlichkeit besteht weiterhin Maskenpflicht.
- Der Handel wird vollständig freigegeben und die gesamte Wirtschaft kann wieder hochfahren.
- Nach einem wochenlangen Verbot ist der Alkoholverkauf für den Konsum zuhause wieder erlaubt.
- Restaurants dürfen zur Lieferung und zum Mitnehmen geöffnet haben. Mittlerweile liefern mehr als 500 Restaurants in Kapstadt und den Winelands Essen aus, von Fast Food bis zu mehrgängigen Menüs.
- Man darf wieder zwischen 6 Uhr und 18 Uhr Sport treiben, jedoch nicht in Gruppen.
- Inlandsflüge sind zulässig, sofern sie geschäftlichen Zwecken dienen.
- Büros und Coworking Spaces dürfen unter Einhaltung strikter Hygieneauflagen öffnen. Es wird ausdrücklich empfohlen, im Home Office zu arbeiten, sofern dies möglich ist.
- Besprechungen in den Unternehmen sind zulässig, solange Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden.
- Der Besuch von Gottesdiensten ist bis zu einer Personenzahl von 50 wieder möglich.
- Die Grenzen bleiben geschlossen, außer für den Transport von Waren und die Rückkehr von Staatsangehörigen.
- Der Verkauf von Zigaretten, Tabak sowie E-Zigaretten bleibt verboten.
- Friseur-, Kosmetik- und Nagelstudios dürfen nicht öffnen.
- Reisen zwischen Provinzen, Bezirken und Hotspotgebieten sind verboten.
- Strände und Parks bleiben geschlossen.
- Alle gesellschaftlichen, kulturellen und sportliche Zusammenkünfte sind weiterhin verboten, mit Ausnahme von Beerdigungen, die auf 50 Personen begrenzt sind.

Der aktuelle Stand in Südafrika am 30. Mai:
Infizierte gesamt: 29.240
Davon Genesene: 15.093
Todesfälle: 611
Durchgeführte Tests: 680.175


Samstag, 23. Mai
Warten auf Level 3

Südafrika ist in gespannter Erwartung, berichtet SÜD-AFRIKA Mitarbeiter Werner Klein aus Kapstadt: Präsident Cyril Ramaphosa will in einer Fernsehansprache verkünden, wie die weiteren Erleichterungen der Corona-Beschränkungen ab 1. Juni aussehen sollen.
Ganz Südafrika hofft, dass dann das angekündigte Level 3 in Kraft tritt. Es gibt aber auch Befürchtungen, dass die Infektions-Hotspots im aktuell gültigen Level 4 verbleiben müssen. Dazu würde dann voraussichtlich auch das Western Cape zählen.
 © Stefan Hippler
© Stefan Hippler
Welche Schuhe dürfen verkauft werden?
Die Schulen sollen zwar Anfang Juni für die Jahrgangsstufen 7 bis 12 wieder öffnen, gleichzeitig können Eltern ihre Kinder aber auch bis Ende 2020 zu Hause behalten und online unterrichten lassen.
Indessen sorgen manche Regeln nach wie vor für Verwirrung und Ärger. So dürfen T-Shirts nur noch als wärmende Winterunterwäsche verkauft werden. Auch Schuhe unterliegen einem präzisen Regelwerk, wie auf dem Foto zu sehen ist.



Der aktuelle Stand in Südafrika am 22. Mai:
Infizierte gesamt: 20.125
Davon Genesene: 10.104
Todesfälle: 397
Durchgeführte Tests: 543.032


Freitag, 15. Mai
Fernsehansprache des Präsidenten


Unser Mitarbeiter Werner Klein berichtet aus Kapstadt über die neuesten Entwicklungen: In einer hervorragenden Ansprache hat Präsident Ramaphosa angekündigt, dass bis Ende Mai in weiten Teilen des Landes Level 3 der Lockerungen erreicht werden soll.
Allerdings soll es je nach Zahl der Neuansteckungen lokale Unterschiede geben, diese „Infection Hotspots“ sollten vorerst im Level 4 verbleiben! Dazu würde nach aktuellem Stand sicher auch das Western Cape mit Kapstadt zählen!
Es bleibt ein Spagat zwischen dem Schutz von Menschenleben und dem Erhalt von Wirtschaft und sozialem Leben.

Die wichtigsten Punkte seiner Rede:

- Das Land hätte mehr als 80.000 Infektionsfälle, wenn der Lockdown nicht so früh und so streng gekommen wäre. Die Zahl der Todesfälle wäre laut Ramaphosa sogar achtmal höher!
- Südafrika hat zurzeit 25.000 zusätzliche Betten für Quarantäne zur Verfügung.
- Über neun Millionen Südafrikaner wurden gescreent und mehr als 380.000 getestet.
- Die Arbeitslosenkasse hat mehr als elf Milliarden Rand an mehr als zwei Millionen Beschäftigte aus 160.000 Unternehmen ausbezahlt.
- Seit dieser Woche können sich arbeitslos gewordene (ca. 3 Millionen) Menschen ohne ein anderes Einkommen für eine monatliche Beihilfe von 350 Rand für sechs Monate bewerben.
- Level 3 wurde für Ende Mai für weite Teile des Landes in Aussicht gestellt (Teile des Landes mit hohen Infektionsraten sollen jedoch in Level 4 verbleiben).
- Die derzeitigen Vorschriften für das Level 4 sollen in den nächsten Tagen in einigen Punkten gelockert werden.
- Ausdrücklich gab Ramaphosa zum Ende seiner Rede Fehler und unklare Regeln in der Vergangenheit zu, entschuldigte sich und sagte entsprechende Korrekturen zu.

Aber es brodelt auch immer stärker und Südafrika ist gespalten. Viele sind der Meinung, dass der Lockdown und seine Verlängerung das Land ins Chaos stürzen.
Bei einem weiteren Lockdown würde die Arbeitslosigkeit auf ca. 50 Prozent ansteigen und Menschen würden eher an Hunger sterben als durch das Virus.
Während der Lockdown die Infektionen in den wohlhabenderen Gebieten unter Kontrolle gebracht hat, wurde sein Zweck in den dicht besiedelten Townships wegen der dort kaum möglichen Einhaltung von Abstandsregeln verfehlt - woran sich auch künftig ohne viel mehr Tests nichts ändern wird.
Die Stimmen häufen sich, den Kurs zu ändern. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Auf eine Million Menschen sind in Südafrika 181 infiziert, andere Länder zählten 2.400 und sogar 4.600 Fälle auf eine Million Menschen.
Nicht nachvollziehbar ist eine Anweisung eines Ministeriums, dass Lebensmittelpakete nur noch von der Regierung ausgegeben werden dürfen. Die vielen Menschen, die helfen, Kindern täglich wenigstens eine Mahlzeit zu kochen, werden mit Vorschriften und Regeln behindert.
Ebenso nicht nachvollziehbar ist eine Erklärung des Handelsministeriums bezüglich der Waren, die unter Level 4 verkauft werden dürfen: Nun dürfen zum Beispiel kurzärmlige T-Shirts nur noch verkauft werden, wenn sie erwiesenermaßen der Erwärmung des Körpers dienen und somit zu Bestandteil von Winterkleidung werden, die zu verkaufen erlaubt ist.


Der aktuelle Stand in Südafrika am 15. Mai:
Infizierte gesamt: 12.739
Davon Genesene: 5.676
Todesfälle: 238
Durchgeführte Tests: 403.018


Sonntag, 10. Mai
Gereizte Stimmung

In Namibia wurden zahlreiche Beschränkungen aufgehoben. Es darf wieder im Land gereist werden, Hotels und Guesthouses können unter strengen hygienischen Auflagen wieder öffnen. Über Grenzöffnungen ist noch nicht entschieden.
Bei Gesprächen höre ich immer wieder, dass die finanziellen Hilfen der namibischen Regierung nur sehr langsam bei den Unternehmen ankommen. Aber insgesamt tragen diese positiven Nachrichten natürlich zur einer besseren Stimmung bei.
In Südafrika sieht das ganz anders aus. Einerseits hat sich das tägliche Leben nach anfänglichen Schwierigkeiten eingespielt. Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wird angenommen und die Menschen verhalten sich insgesamt bewusster bei der Einhaltung der Regeln.
Dennoch wird die Stimmung immer gereizter und die Forderungen nach weiteren Lockerungen werden immer lauter - insbesondere mit dem Wunsch, die Wirtschaft nicht noch mehr als bereits geschehen zu beschädigen.
Auffällig ist, dass es im Handel neben den Geschäften, die ausdrücklich öffnen dürfen (wie Baumärkte, Kinder- und Winterbekleidung, Bücher, Schreibwaren und Bürobedarf) seit Mitte der Woche so gut wie kein Geschäft gibt, dass noch geschlossen hat. Eigentlich hat der gesamte Handel wieder geöffnet – aber das scheint niemanden zu stören.
Ein weiteres Problem ist der teilweise übertriebene Einsatz und die brutale Härte der Polizei und der Streitkräfte. Auch dies trägt dazu bei, dass die Stimmen der Befürworter einer sofortigen Rückkehr zur Normalität immer lauter werden.
Bei meinen Gesprächen höre ich häufig, dass die weißen Südafrikaner, die Unternehmen im Tourismussektor besitzen, keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten. Auch hier brodelt es - das Wort „Rassismus“ macht dabei die Runde.

Montag, 4. Mai
Die ersten Tage mit Lockerungen

Anfang Mai traten in Südafrika erste Lockerungen in Kraft. Unser Mitarbeiter Werner Klein berichtet aus Kapstadt über seine Eindrücke:
Der Start von Level 4 verlief in Kapstadt, dem derzeitigen Epizentrum der Pandemie, nicht ganz so reibungslos wie erhofft. Vor allem zwischen 6 und 9 Uhr waren beliebte Plätze und Wege, wie etwa die Promenade in Sea Point, so überlaufen, dass das „social distancing“ schlecht einzuhalten war.
Ohnehin dürfen sportliche Aktivitäten wie Jogging und Walking nur in einem Radius von fünf Kilometern vom Wohnort entfernt ausgeübt werden. Auch die Strände und die Shopping Center waren bevölkert.
Die nächtliche Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr wird weitgehend eingehalten. Ebenso die Maskenpflicht, sobald man das Haus verlässt. Weiterhin besteht das Verbot von Alkohol- und Zigarettenverkauf.
Allgemein wird davon ausgegangen, das sich die neuen Lockerungen einspielen werden. Denn die Regierung hat klargemacht, dass man bei „unvernünftigem Verhalten“ wieder auf Level 5 (den kompletten Lockdown) zurückgehen werde.
Immerhin stimmen laut einer repräsentativen Umfrage 84 Prozent der Südafrikaner den Maßnahmen der Regierung zu.
Gleichzeitig machen sich Unmut und Ängste vor steigender Arbeitslosigkeit und weiterer Armut breit. Viele Bewohner in den Townships haben die versprochenen Lebensmittelpakete nicht erhalten. NGOs und private Hilfsorganisationen versuchen, diese Lücken zu schließen.
Die Supermärkte haben neue Jobs geschaffen: Security-Mitarbeiter überwachen die Abstandsregeln in den Warteschlangen, sie desinfizieren die Einkaufswagen – und die Hände der Kunden, bevor diese den Markt betreten.


Samstag, 2. Mai
Erste Lockerungen verkündet

Seit Anfang Mai gilt zur Erleichterung der Bevölkerung - und der Wirtschaft - Stufe 4 eines fünfstufigen Lockerungsplans der Regierung. Von Stufe 5 (dem kompletten Lockdown) soll schrittweise bis zur Stufe 1 (Rückkehr zum Alltag) heruntergefahren werden. Dabei sind regionale Unterschiede je nach Zahl der Infektionsfälle geplant.
So dürfen große Teile der Wirtschaft wieder bis zu einem Beschäftigungsniveau von 50 Prozent hochfahren, darunter auch die Weinindustrie. Zahlreiche Läden können wieder öffnen. Nach wie vor stark eingeschränkt bleibt die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung - lediglich Sport im Freien ist zu bestimmten Zeiten wieder erlaubt.
Mehr Infos zum Stufenplan findet man unter https://sacoronavirus.co.za/covid-19-risk-adjusted-strategy


Freitag, 1. Mai
Positive Entwicklung

Die aktuellen Zahlen aus Südafrika stimmen hoffnungsvoll: Von den knapp 6.000 gemeldeten Fällen von Covid-19 sind bereits weit mehr als ein Drittel genesen. Am stärksten betroffen ist das Westkap mit seiner Metropole Kapstadt.
In Gauteng mit dem Großraum Johannesburg/Pretoria gelten rund zwei Drittel der rund 1.500 Infizierten bereits als genesen.
Die südafrikanische Regierung unter Präsident Cyril Ramaphosa befindet sich bei der Bewältigung der Krise auf einer Gratwanderung zwischen dem Schutz von Menschenleben durch drastische Regeln und dem Druck aus der Bevölkerung aufgrund der Einschränkung der Grundrechte.
Anfang März wurde der erste Fall von Covid-19 gemeldet. Die Regierung reagierte schneller als andere auf dem Kontinent mit einem strengen Lockdown und einer hohen Zahl von Tests auf das Virus.
Die Kurve der Neuinfektionen verläuft daher erfreulich flach, sodass selbst die Weltgesundheitsorganisation das Vorgehen der südafrikanischen Krisenmanager unter Gesundheitsminister Zweli Mkhize lobte.
Als problematisch erwies sich jedoch das Verbot, Alkohol zu verkaufen: So kam es mehrfach zu Plünderungen von Alkohol-Shops. Die Kriminalität unter dem Einfluss von Alkohol hat gleichzeitig stark abgenommen.


Mittwoch, 22. April
Rückschau: Die Lage in Kapstadt

Unser Mitarbeiter in Kapstadt, Werner Klein, berichtet in einer Mail: Gestern Abend gab es erneut eine Fernsehansprache des Präsidenten.
Er stellte ein wirtschaftliches Unterstützungspaket in Höhe von 500 Billionen Rand vor, Lebensmittelpakete für die Menschen in den Townships sowie zusätzliche finanzielle Unterstützung für Arbeitslose, Familien und mehr.
Ich denke, das Wichtigste für die Regierung war, die Menschen insbesondere in den Townships zu beruhigen! Hier kommt es seit Wochen bereits zu Plünderungen von Liquor Shops, da es keinen Alkohol zu kaufen gibt.
In den letzten Tagen wurden Lkws mit Lebensmitteln gestoppt und geplündert und leider verschwinden auch viele Lebensmittelpakete durch die Korruption.
Auch wenn die Mehrheit der Gesellschaft den Präsidenten für seine harten Maßnahmen lobt, bleiben die Township das Problem, wo sich das Virus sehr schnell verbreiten könnte.
Die Unterstützung für kleine Unternehmen ist angelaufen, aber sie betrifft nur die Unternehmen, die Südafrikanern gehören - die Unternehmen von Deutschen, wie Tourguides, B&B und Guesthouses werden leer ausgehen und haben weiterhin keine Einnahmen.




© Text: J.Latka Verlag
 
 

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