© FVA La Réunion
La Réunion: Die wilde Französin
Die Insel La Réunion zieht vor allem Naturliebhaber und Sportler an. 40 Prozent ihrer Fläche stehen als Weltnaturerbe unter Schutz. Viele ihrer Highlights kann man nur zu Fuß oder aus der Luft erobern.
Frédéric sei lammfromm, hieß es im Stall. Pflegeleicht! Eine Seele von Pferd sozusagen. Ich solle ihn nur nicht vom Grünzeug fressen lassen - er ist auf Diät. Und jetzt das: Grün, soweit das Auge reicht. In den fleischigen Blättern der Urwaldbäume; in den Flechten, die in dichten Büscheln von den Ästen hängen; an den senkrechten Felswänden des Tals; in den Wiesen, die den Grand Étang säumen - und selbst dieser See schimmert noch grünlich.
Doch Fréderic gehorcht aufs Wort: Den Befehl "Nicht fressen" versteht er auf Anhieb. Er versucht nicht einmal, sein Vorderpferd zu überholen, während die Gruppe in Reih und Glied dem Ufer des Sees folgt. Am Fuße der Felsen müssen die Pferde zurückbleiben.
Überall rieselt, plätschert und tost es aus der Höhe. Das Wasser sammelt sich in einem natürlichen Pool. Zurück vom Spaziergang, bietet sich ein Bild der Verwüstung, die Pferde haben die halbe Wiese abgefressen. Diätbrecher! Lammfromm macht sich Frédéric und Co. wieder auf den Weg - ein Verdauungsspaziergang kommt ihnen jetzt ganz gelegen.
Nicht nur für die Tierwelt ist die Insel La Reunion - als Departement ein Teil Frankreichs - ein üppiges Paradies. Das mussten die französischen Besetzer schon 1643 lernen: Im Jahr 1643 verbannten sie eine Handvoll Rebellen auf die damals unbewohnte Insel. "Die wilden Tiere und der Urwald werden ihnen den Rest geben", dachte man sich wohl. Doch die Rechnung ging nicht auf: Als man die Männer Jahre später suchte, fand man sie wohlgenährt, bei bester Gesundheit und Laune.
Während Mauritius mit dem Image der serviceorientierten Luxusinsel besetzt ist und die Seychellen mit dem Strandparadies par excellence, ist La Réunion die Insel für Aktive. Es gibt zwar einige populäre Sandstrände ? beliebtes Ferienziel für Franzosen - die Mehrzahl der Besucher kommt jedoch zum Wandern und Raften, Reiten und Trekken.
Die beiden Hauptanziehungspunkte könnten dabei kaum kontrastreicher sein: im Süden der Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Erde, eine Mondlandschaft aus erkalteter Lava. In der Inselmitte drei gewaltige, von Regenwäldern bewachsene Vulkankessel, die sich um den Piton des Neiges gruppieren, mit 3.069 Metern der höchste Berg der Insel.
Wer in den Cirque de Mafate, das abgelegenste der drei Täler, vorstoßen will, muss die Stiefel schnüren oder sich einen Flug im Helikopter buchen - es gibt nämlich keine Straßen in diese Region. Und dank des Schutzstatus ist deren Bau ausgeschlossen - ein Wanderparadies für die Ewigkeit.
SÜD-AFRIKA TIPPS La Réunion
AUSKUNFT
Fremdenverkehrsamt der Insel La Réunion, c/o Atout France, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Tel. 069/97 59 04 94, www.insel-la-reunion.com
WANDERN
La Réunion zählt mehr als 1.000 Kilometer Wanderwege, die meisten gepflegt und ausgeschildert. Aufgrund großer Höhenunterschiede ist eine gute Kondition notwendig, je nach Tour auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. In höheren Lagen muss ab dem Mittag mit Nebel und Regenwolken gerechnet werden. Genügend Trinkwasser, Regen- und Sonnenschutz, knöchelhohe Bergschuhe und warme Sachen sind ein Muss auf jeder Tour, Teleskopstöcke sind zu empfehlen.
Frédéric sei lammfromm, hieß es im Stall. Pflegeleicht! Eine Seele von Pferd sozusagen. Ich solle ihn nur nicht vom Grünzeug fressen lassen - er ist auf Diät. Und jetzt das: Grün, soweit das Auge reicht. In den fleischigen Blättern der Urwaldbäume; in den Flechten, die in dichten Büscheln von den Ästen hängen; an den senkrechten Felswänden des Tals; in den Wiesen, die den Grand Étang säumen - und selbst dieser See schimmert noch grünlich.
© FVA La Réunion
Reiten auf La Réunion.
Überall rieselt, plätschert und tost es aus der Höhe. Das Wasser sammelt sich in einem natürlichen Pool. Zurück vom Spaziergang, bietet sich ein Bild der Verwüstung, die Pferde haben die halbe Wiese abgefressen. Diätbrecher! Lammfromm macht sich Frédéric und Co. wieder auf den Weg - ein Verdauungsspaziergang kommt ihnen jetzt ganz gelegen.
Glückliche Verbannung
Nicht nur für die Tierwelt ist die Insel La Reunion - als Departement ein Teil Frankreichs - ein üppiges Paradies. Das mussten die französischen Besetzer schon 1643 lernen: Im Jahr 1643 verbannten sie eine Handvoll Rebellen auf die damals unbewohnte Insel. "Die wilden Tiere und der Urwald werden ihnen den Rest geben", dachte man sich wohl. Doch die Rechnung ging nicht auf: Als man die Männer Jahre später suchte, fand man sie wohlgenährt, bei bester Gesundheit und Laune.
© FVA La Réunion
Wilde Bergwelt.
Die beiden Hauptanziehungspunkte könnten dabei kaum kontrastreicher sein: im Süden der Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Erde, eine Mondlandschaft aus erkalteter Lava. In der Inselmitte drei gewaltige, von Regenwäldern bewachsene Vulkankessel, die sich um den Piton des Neiges gruppieren, mit 3.069 Metern der höchste Berg der Insel.
Wer in den Cirque de Mafate, das abgelegenste der drei Täler, vorstoßen will, muss die Stiefel schnüren oder sich einen Flug im Helikopter buchen - es gibt nämlich keine Straßen in diese Region. Und dank des Schutzstatus ist deren Bau ausgeschlossen - ein Wanderparadies für die Ewigkeit.
SÜD-AFRIKA TIPPS La Réunion
AUSKUNFT
Fremdenverkehrsamt der Insel La Réunion, c/o Atout France, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Tel. 069/97 59 04 94, www.insel-la-reunion.com
WANDERN
La Réunion zählt mehr als 1.000 Kilometer Wanderwege, die meisten gepflegt und ausgeschildert. Aufgrund großer Höhenunterschiede ist eine gute Kondition notwendig, je nach Tour auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. In höheren Lagen muss ab dem Mittag mit Nebel und Regenwolken gerechnet werden. Genügend Trinkwasser, Regen- und Sonnenschutz, knöchelhohe Bergschuhe und warme Sachen sind ein Muss auf jeder Tour, Teleskopstöcke sind zu empfehlen.
© Text: Oliver Gerhard
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